HPL-Fassadenverkleidung – Vorteile, Nachteile & Infos

Die Trend-Fassade
Modern. Robust. Wartungsarm. HPL-Fassaden gewinnen zunehmend an Beliebtheit und setzen neue Maßstäbe in Sachen ästhetische Gestaltung und Funktionalität. Alles über das Trend-Material.
Übersicht

HPL-Fassaden im Vergleich

Vorteile der HPL-Fassade

Die Wahl von HPL-Fassaden bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die sie von herkömmlichen Alternativen abheben:

  • Zeitgemäße Ästhetik, die sich für verschiedenste architektonische Stile eignet
  • Langlebigkeit dank Witterungsbeständigkeit und Robustheit des Materials
  • Leichtgewichtigkeit, was die Belastung der Gebäudestruktur minimiert
  • Verbesserte Energieeffizienz in Kombination mit zusätzlicher Dämmung
  • Geringer Wartungsaufwand sowie Schmutz- und Schimmelresistenz

Nachteile der HPL-Fassade

Trotz ihrer klaren Vorteile können HPL-Fassaden auch einige Herausforderungen mit sich bringen:

  • Brandverhalten: Kunststoffe können bei Bränden schmelzen und giftige Gase freisetzen, jedoch sind sie in der Regel schwer entflammbar. Flammhemmendes HPL-Compact hält den gemäß nationaler Brandszenarieren vorgegebenen Tests stand.
  • Kostenfaktor: Im Vergleich zu traditionellen Verkleidungen können Kunststoff-Fassaden aufgrund der höheren Anschaffungskosten teurer sein.
  • Eingeschränkte Reparaturmöglichkeiten: Bei Schäden müssen oft ganze Flächen ausgetauscht werden, was zu höheren Kosten und Aufwänden führen kann.

Was ist HPL? Material und Herstellung

Als eine der führenden Optionen in der Fassadenverkleidung beeindruckt HPL mit einer Kombination aus Vielseitigkeit, Langlebigkeit und moderner Ästhetik. 

Aber was ist HPL eigentlich genau? HPL – also High Pressure Laminate -ist ein strapazierfähiger Schichtstoff, der durch das Pressen mehrerer mit Harz getränkter Papierlagen unter hoher Hitze und Druck hergestellt wird. Die aus diesem Material hergestellten Fassadenplatten sind in verschiedenen Farben, Texturen und Muster erhältlich.

HPL-Platten in verschiedenen Farben aus dem Henke Showroom der Henke AG.
HPL Farben

Nachhaltigkeit von HPL-Platten

Ein wichtiger Faktor, der für HPL-Platten spricht, ist die Recyclingfähigkeit. HPL-Platten gelten insbesondere von Herstellern mit PEFC- oder FSC-Zertifizierung als absolute Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit.

HPL-Platten werden aus dem Holz hergestellt, das als Nebenprodukt bei der Schnittholzgewinnung anfällt. In Kombination mit VHF-Systemen und der dadurch entstandenen Rückbaubarkeit ergibt sich ein hoher nachhaltiger Faktor. Insbesondere für Betriebe und ihre Nachhaltigkeitsziele ein großer Pluspunkt.

HPL-Fassaden der Henke AG

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Häufig gestellte Fragen zur HPL-Fassade

Die passende Reinigung von HPL-Fassaden variiert je nach Verschmutzung und Material. Die allgemeinen Schritte bei der Reinigung sind folgende: 

  1. Anlegen von Schutzausrüstung inklusive Handschuhe und Schutzbrille
  2. Entfernung von grobem Schmutz mit Besen oder Hochdruckreiniger
  3. Reinigungslösung aus Wasser und mildem Reinigungsmittel vorbereiten
  4. Auftragen der Lösung mit Schwamm oder Bürste
  5. Nach Einwirkungszeit mit klarem Wasser abspülen
  6. Fassade trocknen lassen oder mit sauberem Tuch abwischen

Als wichtiger Pflegehinweis sollten Sie jedoch auch auf die Anweisungen des Herstellers der HPL-Fassade achten. Denn einige Reinigungsmethoden werden nur für bestimmte Materialarten empfohlen. 

Auch bei der Montage von HPL-Fassaden haben das Material und die Bauweise einen großen Einfluss auf den Ablauf.

Der Standard-Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Vorbereitung: Zuerst wird sichergestellt, dass die Untergrundfläche sauber, eben und tragfähig ist. Dafür werden bei Bedarf alte Beschichtungen oder Ablagerungen entfernt sowie beschädigte Stellen repariert.
  2. Messung und Planung: Nach dem Ausmessen der Fassadenfläche wird eine Planung der zu verwendenden Fassadenplatten vorgenommen, um ein gleichmäßiges Aussehen zu erzielen und Verschnitt zu minimieren.
  3. Zuschnitt der Fassadenplatten: Mit dem geeigneten Werkzeug werden die Fassadenplatten für den Bedarf zugeschnitten.
  4. Befestigung der Fassadenplatten: Mithilfe der passenden Befestigungsart – Verschrauben, Kleben oder Profile – werden die HPL-Fassadenplatten angebracht. Dabei werden Lücken und Überlappungen vermieden.

Die Unterkonstruktion einer HPL-Fassade ist in der Regel so konzipiert, dass sie eine stabile Basis für die Befestigung der Fassadenplatten bildet und gleichzeitig eine ausreichende Belüftung der Fassadenverkleidung gewährleistet. Hier sind die grundlegenden Komponenten:

  1. Wandhalter: Dies kann eine Holz- oder Metallunterkonstruktion sein, die an der Gebäudestruktur befestigt ist und die Last der Fassadenplatten trägt. Die Wandhalter müssen entsprechend den örtlichen Baunormen und -vorschriften ausgelegt sein.
  2. Wärmedämmung: Je nach den energetischen Anforderungen des Gebäudes kann die Unterkonstruktion auch eine Wärmedämmschicht umfassen, die zwischen der tragenden Struktur des Gebäudes und den HPL-Platten angebracht wird. Diese Wärmedämmschicht trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei und verbessert den thermischen Komfort im Inneren.
  3. Unterkonstruktionsprofile: Diese werden an den Wandhaltern befestigt und dienen als Halterung für die Fassadenplatten. Die Profile sind so konstruiert, dass sie eine ebene und stabile Basis für die Montage der Platten bieten.
  4. Befestigungselemente: Schrauben oder Nieten werden verwendet, um die Fassadenplatten sicher an der Unterkonstruktion zu befestigen. Diese Befestigungselemente sollten so gewählt werden, dass sie eine stabile Verbindung gewährleisten, aber gleichzeitig eine gewisse Flexibilität ermöglichen, um thermische Ausdehnung und Kontraktion der Platten auszugleichen. Es können auch nicht sichtbare Befestigungen erfolgen. Diese unsichtbare Befestigung erfolgt entweder mittels zugelassenem Klebesystem oder mit einer Agraffenkonstruktion, welche auf horizontalen Agraffenprofilen eingehängt werden.

Die genaue Ausführung der Unterkonstruktion hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art des Gebäudes, die örtlichen Bauvorschriften, die Windlasten und andere Umweltfaktoren. Es ist wichtig, dass die Unterkonstruktion fachgerecht geplant und installiert wird, um eine sichere und dauerhafte Befestigung der HPL-Fassadenplatten zu gewährleisten.

Brandschutz ist bei Fassaden immer eine Frage der Gesamtkonstruktion – nicht nur des einzelnen Baustoffs. HPL-Fassadenplatten mit Flammschutzmittel-Ausrüstung erreichen in der Regel die Brandverhaltensklasse B-s1, d0 nach der europäischen Norm EN 13501-1. Das bedeutet: schwer entflammbar, sehr geringe Rauchentwicklung und kein brennendes Abtropfen. Entsprechend der deutschen DIN 4102 werden sie als „B1 – schwer entflammbar“ eingestuft.

Untersuchungen der Prüfstelle der Stadt Wien im Auftrag des ICDLI (International Committee of the Decorative Laminates Industry) haben bestätigt, dass flammhemmendes HPL-Compact bei einer hinterlüfteten Fassade die in nationalen Groß- und Mittelversuchen simulierten Brandszenarien besteht. Eine unkontrollierte vertikale Brandausbreitung über mehrere Geschosse hinweg wurde nicht festgestellt.

Entscheidend ist, dass die gesamte Fassadenkonstruktion – einschließlich Unterkonstruktion, Dämmung, Hinterlüftungsspalt und Brandsperren – fachgerecht geplant und ausgeführt wird. In Deutschland gelten je nach Gebäudeklasse und Landesbauordnung unterschiedliche Anforderungen. HPL-Fassaden eignen sich in der Regel für Gebäude bis zur Hochhausgrenze (ca. 22 m Höhe). Bei Hochhäusern oder Sonderbauten sind nicht brennbare Materialien der Klasse A vorgeschrieben. Wir als Henke AG stimmen die Konstruktion immer auf die jeweiligen bauordnungsrechtlichen Anforderungen Ihres Projekts ab.

Wenn Sie Ihre Fassade im Rahmen einer energetischen Sanierung mit HPL verkleiden und dabei eine Wärmedämmung anbringen, können Sie von attraktiven staatlichen Förderungen profitieren. Die wichtigsten Programme im Überblick (Stand 2026):

  • BAFA-Zuschuss (BEG Einzelmaßnahmen): Die BAFA-Förderung umfasst 2026 Zuschüsse von 15 % für die Dämmung der Gebäudehülle, also auch für Fassaden (Quelle: Energie-Experten). Bei Umsetzung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) erhöht sich der Zuschuss auf 20 %. Die Obergrenze für förderfähige Kosten liegt bei 30.000 Euro pro Wohneinheit, mit iSFP verdoppelt sich dieser Betrag auf 60.000 Euro (Quelle: Energieberatung Richter). Bei maximaler Ausschöpfung sind also bis zu 12.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit möglich.
  • KfW-Kredit (Programm 261): Für umfassende Komplettsanierungen zum Effizienzhaus stehen zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen zur Verfügung.
  • Steuerliche Förderung (§ 35c EStG): Alternativ zu BAFA- oder KfW-Förderung können 20 % der Sanierungskosten steuerlich abgesetzt werden, maximal 40.000 Euro, verteilt über drei Jahre.

Wichtig: Der Förderantrag muss immer vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Außerdem ist für die Beantragung die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten erforderlich. Die verschiedenen Förderwege sind nicht miteinander kombinierbar. Pro Maßnahme kann nur eine Förderoption genutzt werden. Wir empfehlen, sich frühzeitig mit einem Energieberater abzustimmen, um die für Sie günstigste Variante zu ermitteln.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt in Deutschland die energetischen Mindestanforderungen für Gebäude fest. Wer seine Fassade saniert, muss in vielen Fällen die vorgegebenen U-Werte für die Außenwand einhalten. Das bedeutet: Eine reine Fassadenverkleidung ohne zusätzliche Dämmung reicht bei einer umfassenden Sanierung oft nicht aus.

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) mit HPL-Platten bietet hier einen großen Vorteil: Zwischen Unterkonstruktion und HPL-Bekleidung lässt sich die Dämmung flexibel in verschiedenen Stärken einbringen, sodass die geforderten U-Werte problemlos erreicht oder sogar unterschritten werden können.

Gut zu wissen: Die Bundesregierung plant, das GEG ab Juli 2026 durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) zu ersetzen, das die Anforderungen an die CO₂-Bilanz weiter anpassen soll. Unabhängig davon gilt: Wer in eine HPL-Fassade mit Dämmung investiert, ist auch für zukünftige gesetzliche Verschärfungen gut aufgestellt. Unser Team berücksichtigt bei der Planung stets die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Förderbedingungen.