Walmdach: Vorteile, Konstruktion & Kosten
Walmdach im Vergleich
Vorteile eines Walmdachs
Nicht ohne Grund gehören Walmdächer zu den beliebtesten Dachformen Deutschlands. Viele Gründe sprechen klar für die Wahl dieser Bauart:
- Stabil bei Sturm: Weil keine Giebelwand dem Wind eine große Angriffsfläche bietet und sich die Dächer gegenseitig aussteifen, gilt das Walmdach als besonders windstabil.
- Geschützte Fassade: Der umlaufende Dachüberstand hält Regen von allen vier Außenwänden fern.
- Gleichmäßige Entwässerung: Regen- und Schmelzwasser fließen über vier Flächen in eine umlaufende Rinne ab.
- Zeitlose Optik: Elegant, traditionell, symmetrisch: Walmdächer passen zum Altbau ebenso wie zur modernen Stadtvilla.
Nachteile eines Walmdachs
- Höhere Baukosten: Grate, Gratsparren und der Zuschnitt der Eindeckung machen das Walmdach aufwendiger als ein Satteldach.
- Weniger Raum im Dachgeschoss: Die schrägen Walme nehmen an den Stirnseiten Kopffreiheit weg. Gauben können das ausgleichen.
- Mehr Details in der Wartung: Grate, Anschlüsse und eine längere Traufe bedeuten mehr Stellen, die regelmäßig geprüft werden sollten.
- PV braucht Planung: Die Dachflächen sind kleiner und unterschiedlich ausgerichtet. Mit der richtigen Modulbelegung ist Photovoltaik trotzdem sehr gut möglich (siehe unten).
Die Wahl für ein Walmdach möchte also gut überlegt sein. Mit den richtigen Mitteln und einer professionellen Beratung können aber auch hier erhebliche Einsparungen gesichert werden.
Was ist ein Walmdach?
Ein Walmdach ist eine Dachform mit vier geneigten Dachflächen und ohne senkrechte Giebelwand. Die zwei großen Flächen an den Längsseiten sind trapezförmig und treffen sich oben im waagerechten First. An den Stirnseiten sitzen zwei dreieckige Flächen, die sogenannten Walme. Wo die Flächen aufeinandertreffen, entstehen die schrägen Kanten, die Grate.
Der Name kommt von genau diesen Walmen: Sie ersetzen beim Walmdach die Giebel des Satteldachs. Dadurch umlaufen Traufe und Dachrinne das gesamte Gebäude auf einer Höhe.
Walmdach-Varianten
- Zeltdach: Alle vier Flächen sind gleich groß und laufen in einer Spitze zusammen. Es gibt keinen First. Typisch für quadratische Grundrisse.
- Krüppelwalmdach: Die Walme sind verkürzt und sitzen nur im oberen Bereich des Giebels. Mehr dazu auf unserer Seite zum Krüppelwalmdach.
- Mansardwalmdach: Die Dachflächen knicken auf allen vier Seiten ab – unten steil, oben flach. Das schafft deutlich mehr Wohnraum. Siehe Mansarddach.
- Fußwalmdach: Ein kleiner Walm sitzt nur unten am Giebel, der Giebel darüber bleibt senkrecht.
Steildach für Albrecht-Dürer-Gymnasium Hagen
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Unsere Leistungen rund ums Walmdach in Hagen, NRW und Berlin
Als Dachdecker-Fachbetrieb mit Sitz in Hagen und Standort in Berlin übernehmen wir alle Arbeiten am Walmdach für Privathaushalte, Wohnungsunternehmen und öffentliche Auftraggeber:
Neueindeckung und Dachsanierung mit Ton- oder Betondachsteinen
Dachdämmung, z. B. als Aufsparrendämmung
Gauben, Dachfenster und Dachausbau
Photovoltaik gemeinsam mit Henke Solar
Klempnerarbeiten: Dachrinnen, Fallrohre, Gratverwahrungen aus Zink
Wartung und Inspektion mit unseren Wartungspaketen
Ihr Ansprechpartner für Walmdächer
Wir würden uns sehr freuen Ihr Projekt bestmöglich umsetzen zu dürfen. Damit uns das gelingt, fragen Sie heute noch unverbindlich einen Beratungstermin an. So können wir schnellstmöglich die notwendigen Schritte in die Wege leiten.
Konstruktion und Dachstuhl
Die meisten Walmdächer werden als Pfettendach gebaut. Fuß-, Mittel- und Firstpfetten tragen die Sparren und leiten die Last auf Stützen und Wände ab. Dazu kommen beim Walmdach besondere Bauteile:
- Gratsparren: Sie bilden die schrägen Kanten zwischen Hauptfläche und Walm und sind stärker belastet als normale Sparren.
- Schiftersparren (Schifter): Kürzere Sparren, die schräg an den Gratsparren anschließen.
- First: Die waagerechte Oberkante zwischen den beiden Längsseiten (beim Zeltdach entfällt er).
Weil Walme und Hauptflächen sich gegenseitig abstützen, ist der Dachstuhl sehr steif. Dafür ist der Abbund aufwendiger: Jeder Schifter hat eine andere Länge, jeder Anschluss am Grat einen eigenen Winkel. Beim Eindecken müssen die Ziegel an den Graten zugeschnitten und mit Gratziegeln und Gratbelüftung sauber abgeschlossen werden.
Photovoltaik auf dem Walmdach
Auch ein Walmdach eignet sich gut für Photovoltaik. Es braucht nur eine durchdachte Modulplanung. Die große Trapezfläche nach Süden bringt den höchsten Ertrag. Zusätzlich lassen sich Ost- und Westflächen belegen, die morgens und abends Strom liefern. Dann, wenn im Haushalt viel verbraucht wird. Auf den dreieckigen Walmen passen weniger Module; hier helfen kleinere Formate oder eine Belegung nur im breiten unteren Bereich.
Wichtig: Zu Graten, First und Traufe müssen Mindestabstände eingehalten werden, und die Dachhaut muss in gutem Zustand sein. Deshalb planen wir Dach und PV aus einer Hand: Henke AG kümmert sich um Dach und Unterkonstruktion, unsere Schwester Henke Solar um die Photovoltaikanlage.
Häufig gestellte Fragen zum Walmdach
Was ist der Unterschied zwischen einem Walmdach und einem Satteldach?
Das Satteldach hat zwei geneigte Flächen und zwei senkrechte Giebelwände, das Walmdach vier geneigte Flächen und keine Giebel. Dadurch ist das Walmdach windstabiler und schützt alle Fassaden, das Satteldach ist günstiger und bietet mehr Wohnraum im Dachgeschoss.
Was ist der Unterschied zwischen Walmdach und Krüppelwalmdach?
Beim Walmdach reichen die Walme von der Traufe bis zum First. Beim Krüppelwalmdach sind sie verkürzt und sitzen nur oben am Giebel, darunter bleibt eine senkrechte Giebelwand mit Platz für Fenster.
Warum heißt es Walmdach?
Die dreieckigen, geneigten Dachflächen an den Stirnseiten heißen Walme. Sie ersetzen beim Walmdach die senkrechten Giebel und geben der Dachform ihren Namen.
Welches Dach ist am besten bei Sturm?
Walm- und Zeltdächer gelten als besonders sturmsicher, weil sie keine Giebelwand haben, die dem Wind eine große Fläche bietet. Entscheidend ist aber immer auch die fachgerechte Befestigung der Eindeckung nach Windlastberechnung.
Ist ein Walmdach teurer als ein Satteldach?
Ja, in der Regel. Grat- und Schiftersparren, der Zuschnitt der Ziegel und die längeren Grate und Traufen erhöhen Material- und Arbeitsaufwand. Wie groß der Unterschied ist, hängt von Größe, Neigung und Eindeckung ab.
Kann man auf einem Walmdach eine Photovoltaikanlage installieren?
Ja. Die südliche Trapezfläche bringt den höchsten Ertrag, Ost- und Westflächen ergänzen sie. Auf den Walmen und an den Graten ist weniger Platz, deshalb lohnt eine genaue Modulplanung. Wir übernehmen das gemeinsam mit Henke Solar.
Kann man auf ein Walmdach eine Gaube setzen?
Ja. Gauben sind der beste Weg, um im Dachgeschoss eines Walmdachs mehr Kopffreiheit und Licht zu gewinnen. Optisch passt besonders die Walmgaube. Dafür werden Sparren ausgewechselt; Statik und Genehmigung klären wir vorab.
Wie berechnet man die Fläche eines Walmdachs?
Bei gleicher Neigung aller Flächen: Grundfläche inklusive Dachüberstand geteilt durch den Kosinus der Dachneigung. Sonst berechnet man die zwei Trapeze und zwei Dreiecke einzeln und addiert sie. Für ein Angebot messen wir vor Ort auf.
Kann man ein Satteldach in ein Walmdach umbauen?
Ja, mit Anpassungen am Dachstuhl: Die Giebel werden zurückgebaut und durch Walme ersetzt. Dafür sind ein statischer Nachweis und in der Regel eine Baugenehmigung nötig, und das Dachgeschoss verliert an den Stirnseiten Raum.
Wie beauftrage ich die Henke AG für mein Walmdach?
Am einfachsten über unser Anfrageformular oder telefonisch unter +49 (0)2331 / 93 86 – 29. Wir melden uns, besichtigen Ihr Dach in Hagen, NRW oder Berlin und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.


