Faserzementplatten Fassade – Vor- & Nachteile, Kosten
Faserzementplatten an der Fassade: Vor- und Nachteile
Vorteile von Faserzement
Fassadenverkleidungen aus Faserzement vereinen verschiedenste Vorteile miteinander. Dazu zählen:
- Witterungsbeständig: Regen, Frost, UV-Strahlung und Temperaturwechsel setzen den Platten kaum zu.
- Nicht brennbar: Die meisten Fassadenplatten erreichen die Baustoffklasse A2-s1,d0. Das ist auch für Schulen, Hallen und höhere Gebäude relevant.
- Langlebig: Hersteller geben eine Nutzungsdauer von 50 Jahren und mehr an.
- Wartungsarm: Durchgefärbte Platten müssen nie gestrichen werden. Gelegentliches Abwaschen reicht.
- Gestalterisch vielseitig: große Formate, Paneele, Schindeln, Wellplatten, glatt, strukturiert oder in Holzoptik.
- Mineralisch: Faserzement ist ein mineralischer Baustoff. Hersteller weisen die Umweltwirkung ihrer Platten in Umweltproduktdeklarationen (EPD) aus.
Nachteile von Faserzement
Potentielle Herausforderungen mit dem Material dürfen aber nicht unterschätzt werden:
- Gewicht: Faserzement ist schwerer als Aluminium-Verbundplatten, aber deutlich leichter als Klinker oder Naturstein. Die Unterkonstruktion muss darauf ausgelegt sein.
- Verarbeitung nur vom Fachbetrieb: Beim Schneiden entsteht Feinstaub, der abgesaugt werden muss. Schnittkanten werden je nach Produkt imprägniert, Bohrungen und Fugen folgen festen Herstellervorgaben.
- Empfindliche Kanten: Bei Stoß, etwa durch Fahrräder oder Rasenmäher im Sockelbereich, können Ecken abplatzen. Einzelne Platten lassen sich aber austauschen.
- Kosten: Eine VHF mit Faserzement kostet mehr als eine verputzte Wärmedämmung. Dafür entfallen Anstriche, und die Fassade hält deutlich länger.
- Lebendige Oberfläche: Bei durchgefärbten Platten sind leichte Farbunterschiede und Kalkausblühungen möglich. Die gehören zum Material, sollten Sie aber kennen.
- Planung: Eine hinterlüftete Fassade braucht mehr Aufbautiefe. An Fenstern, Dachüberstand und Sockel muss das früh geplant werden.
Was sind Faserzementplatten?
Faserzementplatten bestehen aus Zement, Zellulose- und Kunststofffasern, Wasser und mineralischen Zuschlägen. Die Fasern übernehmen die Bewehrung: Sie machen die Platte biegsam und bruchfest, der Zement macht sie hart und witterungsbeständig. An der Fassade werden die Platten als vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) auf eine Unterkonstruktion montiert.
Heutige Faserzementplatten sind asbestfrei. Asbest ist in Deutschland seit 1993 verboten. Wer ältere Platten am Haus hat, sollte sie vor einer Sanierung prüfen lassen. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Eternit-Faserzementplatten.
Durch ihre Beständigkeit eignen sich Faserzementplatten für Einfamilienhäuser ebenso wie für Schulen, Büro- und Gewerbebauten, auch an städtischen Standorten mit viel Verkehr.
Faserzement-Fassade für TH OWL in Lemgo
Faserzement-Fassade für das Rathaus in Schwelm
Fassade für die Universität Paderborn
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Faserzement-Fassadenverkleidungen der Henke AG
Sie suchen einen Partner, der Ihre Faserzement-Fassade plant und montiert? Mit 120 Jahren Erfahrung und unserem erfahrenen Team begleiten wir Ihr Projekt von der ersten Entscheidung bis zur letzten Inspektion, in NRW rund um Hagen und in Berlin.
H3: Unsere Leistungen
- Beratung und Bemusterung
- Planung
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Sie sind nicht sicher, ob Faserzement das richtige Material ist? Dann vergleichen wir mit Ihnen auch HPL, Aluminium-Verbund oder Großkeramik.
Faserzementplatten-Hersteller: Cedral, Equitone und Swisspearl
Wir verbauen Platten aller gängigen Hersteller und beraten herstellerunabhängig. Am häufigsten arbeiten wir mit diesen drei:
- Cedral: Fassadenpaneele aus Faserzement, werkseitig beschichtet. Cedral Lap wird überlappend montiert wie eine klassische Stulpschalung, Cedral Click ergibt eine glatte Fläche mit verdeckter Befestigung. Beide gibt es glatt oder mit Holzstruktur. Ideal für Wohnhäuser und Anbauten.
- Equitone: großformatige, durchgefärbte Fassadentafeln. Die Farbe geht durch das ganze Material, Schnittkanten und Kratzer fallen kaum auf. Typisch für Architektenhäuser, Schulen und Gewerbebauten.
- Swisspearl: großformatige Platten aus der Schweiz mit sehr breiter Farb- und Oberflächenpalette, von ruhig-mineralisch bis stark strukturiert.
Welches Produkt passt, hängt von Gebäude, Optik, Brandschutzanforderung und Budget ab. Wir beraten Sie gerne zu allen Möglichkeiten.
Ihr Ansprechpartner für Faserzement-Fassadenverkleidungen
Wir würden uns sehr freuen Ihr Projekt bestmöglich umsetzen zu dürfen. Damit uns das gelingt, fragen Sie heute noch unverbindlich einen Beratungstermin an. So können wir schnellstmöglich die notwendigen Schritte in die Wege leiten.
Musterraum für Faserzement-Fassadenverkleidungen
Mit unserem starken Partnernetzwerk haben wir hochwertige und langlebige Produkte und Material im Repertoire. Uns ist es wichtig, Ihr Projekt optimal umzusetzen. Lernen Sie unsere Partner und Produkte im Musterraum digital oder in Hagen kennen.
Farben, Holzoptik & Formate
Faserzement lässt sich fast jeder Architektur anpassen:
- Großformatplatten: ruhige Flächen mit klarem Fugenbild, sichtbar oder unsichtbar befestigt.
- Paneele in Holzoptik: die Anmutung einer Holzschalung, ohne Ergrauen, Streichen oder Pilzbefall.
- Fassadenschindeln: kleinteilige Deckung, oft als Alternative zu Schiefer, gut für Giebel und Gauben.
- Wellplatten: industrieller Look für Hallen, Nebengebäude oder bewusst rohe Architektur.
- Farben: von Natur- und Erdtönen über Anthrazit bis zu kräftigen Akzenten; dazu glatte, geschliffene oder strukturierte Oberflächen.
Häufige Fragen zu Faserzementplatten an der Fassade
Wie lange halten Faserzementplatten an der Fassade?
Hersteller geben eine Nutzungsdauer von 50 Jahren und mehr an. Voraussetzung sind eine fachgerechte Montage mit Hinterlüftung und intakte Anschlüsse. Einzelne beschädigte Platten lassen sich austauschen, ohne die ganze Fassade zu öffnen.
Welche Wartung brauchen Faserzement-Fassaden?
Kaum welche. Gelegentlich mit Wasser und mildem Reiniger abwaschen, keinen Hochdruckreiniger verwenden. Einmal im Jahr lohnt ein Blick auf Befestigungen, Kanten und Anschlüsse. Durchgefärbte Platten müssen nie gestrichen werden.
Kann man Faserzementplatten streichen?
Beschichtete Platten wie Cedral lassen sich nach vielen Jahren mit geeigneten Fassadenfarben überstreichen. Nötig ist das selten. Durchgefärbte Platten wie Equitone werden nicht gestrichen, weil sie ihre Farbe im ganzen Material tragen.
Sind Faserzementplatten asbesthaltig?
Nein, heutige Faserzementplatten sind asbestfrei. Asbest ist in Deutschland seit 1993 verboten. Platten, die vor den 1990er-Jahren verbaut wurden, können Asbest enthalten und sollten vor einer Sanierung geprüft und fachgerecht entsorgt werden.
Wie schwer sind Faserzementplatten?
Eine 8 mm starke Fassadentafel wiegt rund 15 kg pro Quadratmeter, dickere Platten entsprechend mehr. Das ist schwerer als Aluminium-Verbund, aber deutlich leichter als Klinker oder Naturstein. Die Unterkonstruktion wird darauf ausgelegt.
Sind Faserzementplatten brennbar?
Nein. Die meisten Faserzement-Fassadenplatten sind nichtbrennbar und erreichen die Baustoffklasse A2-s1,d0. Welche Klasse ein Gebäude braucht, hängt von Höhe und Nutzung ab. Das klären wir in der Planung.
Welche Unterkonstruktion brauchen Faserzementplatten?
Faserzementplatten werden auf eine hinterlüftete Unterkonstruktion aus Holz oder Aluminium montiert. Lattenabstand, Luftspalt und Befestigungspunkte gibt der Hersteller für jedes Produkt vor, bei Cedral zum Beispiel abhängig von Paneel und Windlast.
Was kostet Faserzement im Vergleich zu Alucobond und Trespa?
Unter den hinterlüfteten Fassaden ist Faserzement meist die günstigere Wahl. Aluminium-Verbund wie Alucobond und HPL wie Trespa liegen in der Regel darüber. Den Ausschlag geben am Ende Format, Befestigung und Gebäude, nicht nur das Material.


