Fassade sanieren: Wann es Zeit wird 

September 15, 2026
Rundumschutz für Gebäude
Eine Fassade schützt das gesamte Gebäude vor Witterung, Feuchtigkeit und Wärmeverlust. Wenn Eigentümer:innen zu spät handeln, können die Folgeschäden schnell teurer werden als jede Sanierung. Wir beantworten Fragen zu Zeitpunkten, Vorgehensweise, Kosten und Förderungen.

Wann muss man die Fassade sanieren? Die wichtigsten Warnsignale 

Fassadensysteme haben völlig unterschiedliche Lebensdauern. Der Putz muss häufig nach 20-40 Jahren erneuert werden, bei VHF-Systemen mit einer Verkleidung aus Faserzement oder Alucobond kann die Lebensdauer auf 40-60 Jahre erhöht werden. 

Warnsignale, bei denen unabhängig vom System gehandelt werden sollte sind beispielsweise: 

  • Risse oder Ablösungen an der Verkleidung 
  • Feuchtigkeit an der Innenwand oder Schimmelbildung 
  • Sichtbare Wärmebrücken, die durch steigende Heizkosten erkannt werden 
  • Algen- und Moosbewuchs 
  • Verformungen, Ausbeulungen und lockere Befestigungen 
  • Veraltete und nicht mehr normgerechte Dämmschichten 

Was zuerst: Dach sanieren oder Fassade sanieren? 

Als Fassadenbauer und Dachdecker seit mehr als 120 Jahren kennen wir die Anforderungen an Gebäudehüllen in- und auswendig. Unsere klare Empfehlung: Saniert zuerst das Dach. Bei einem undichten Dach dringt Wasser ein, was zu einer Beschädigung der Fassadenverkleidung und Dämmung führen kann. Auch für die Energiebilanz ist die Dachdämmung der größte Effekt, da Wärme nach oben steigt. 

Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn die Fassadenschäden so akut sind, dass beispielsweise Feuchtigkeit eindringt, kann eine vorläufige Sicherungsmaßnahme vorgezogen werden. 

Bei uns habt ihr den Vorteil: Wir können Dach- und Fassadensanierung aus einer Hand planen. Ihr spart dadurch Gerüstkosten und Koordinationsaufwand. 

Fassade sanieren im Altbau: Besonderheiten 

Altbauten stehen vor besonderen Anforderungen. Meist ist der Untergrund uneben und statisch eingeschränkt, zusätzlich gibt es eine völlig veraltete Dämmung und potentielle Schadstoffe in alten Anstrichen.  

Je nach Zustand der Fassade empfehlen wir hier eine neue Dämmung und Reparaturen an der bestehenden Fassade. Häufig verlieren Häuser aus den 60er- oder 70er Jahren bis zu 35% der Heizwärme durch die Außenwand: Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich dies ablindern. 

Und es betrifft auch die GEG-Pflicht. Wer mehr als 10% der Außenwandfläche erneuert, muss den U-Wer auf max. 0,24 (m²·K) verbessern.  

Fassade sanieren ohne Dämmung: Wann ist das sinnvoll? 

Viele Eigentümer:innen fragen sich, ob die Sanierung einer Fassade auch ohne eine Erneuerung der Dämmung möglich ist. Das funktioniert vor allem dann, wenn die bestehende Dämmung noch intakt und normgerecht ist, das Gebäude unter Denkmalschutz steht oder nur die Verkleidung erneuert werden muss. 

Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass die GEG-Dämmpflicht besagt, dass bei einer Erneuerung von mehr als 10% der Fassadenfläche die Anforderungen an den U-Wert überprüft werden müssen. Wir würden daher empfehlen, immer die Förderungen für eine kombinierte Maßnahme zu überprüfen. 

Fassadensanierung Förderung 2026: Diese Zuschüsse sollten Sie kennen 

Wer sich mit einer Fassadensanierung auseinandersetzt, sollte sich auch immer die Förderlandschaft anschauen. Die hohen Kosten der Maßnahme können mittlerweile vielfältig abgedeckt werden. 

Die wichtigsten Möglichkeiten: 

BEG Einzelmaßnahmen (BAFA): 

Zum einen könnt ihr die Grundförderung Fassadendämmung abrufen, was 15% der förderfähigen Kosten übernimmt. Mit der Aufstellung eines iSFP (einem individuellem Sanierungsfahrplan) könnt ihr sogar 5% Bonus sichern und damit bis zu 20% abdecken. Dabei können maximal 30.000€ pro Wohneinheit an Kosten entstehen.  

KfW Kredit 261 (Effizienzhaus-Sanierung 

Über die KfW-Bank könnt ihr einen Kreditbetrag bis zu 150.000€ mit Tilgungszuschuss je nach erreichtem Standard abrufen. 

Steuerlich absetzbar 

20% der Handwerkerkosten könnt ihr sogar steuerlich absetzen. Pro Jahr dürfen das maximal 1.200 € sein.  

Über den Bundeshaushalt 2026 wurden die BEG-Einzelmaßnahmen sogar noch gestärkt. Für eine Fassadensanierung ist jetzt also der optimale Zeitpunkt. 

Beachtet unbedingt, dass ihr die Förderanträge vor Baubeginn stellt. Nur dann habt ihr ein Recht auf die Unterstützung. 

Häufige Fragen zur Fassadensanierung

Wie kann ich eine beschädigte Fassade reparieren? 

Das hängt vom System und dem Grad der Beschädigung ab. Eine VHF-Fassade lässt sich dank einzelner Paneele oder Platten gezielter reparieren, ohne die gesamte Fassade demontieren zu müssen. Informiert bei Schäden immer euren Fachbetrieb und lasst euch beraten. 

Wann muss man die Fassade sanieren? 

Bei sichtbaren Schäden, Feuchtigkeitseinbruch oder Schimmel solltet ihr die Fassade sofort reparieren lassen. Vorsorglich empfehlen wir alle 20-30 Jahre eine professionelle Inspektion. 

Fassade sanieren mit System: Henke AG ist euer Partner 

Mit einer Fassadensanierung investiert ihr in den Schutz, die Energie und den Wert eurer Immobilie. Wir beraten euch an unseren Standorten in Hagen, Hamburg, Berlin und Neumarkt i.d.ObPf. gerne kostenlos und unverbindlich über die Möglichkeiten für euer Gebäude und erstellen euch ein Angebot 

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